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Chemische Innenraumschadstoffe

 

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Chlornaphtaline

Chlornaphtaline stellen eine Gruppe von ca. 75 Einzelverbindungen dar, die den Chlorierten Kohlenwasserstoffen (CKW) zuzuordnen sind. Aufgrund ihrer fungiziden Eigenschaften wurden Mono- und Dichlornaphtaline bis in die Achzigerjahre als Holzschutzmittel bei der Herstellung verleimter Holzwerkstoffe verwendet. Die so hergestellten feuchtebestandigen Produkte wurden unter den Bezeichnungen V100G und AW100G z.B. als Fußboden-, Wand- und Deckenplatten verwendet. Höher chlorierte Naphtaline wurden auch als Flammschutzmittel eingesetzt. Chlornaphtaline weisen einen charakteristischen, unangenehmen Geruch auf. Neben den toxischen Wirkungen stellt schon alleine diese Geruchsbelastigung haufig einen Sanierungsgrund dar.

Gesundheitliche Aspekte

Bei hohen Konzentrationen in der Raumluft lösen Chlornaphtaline Schleimhaut- und Bindehautreizungen, Atemwegsbeschwerden, Kopfschmerzen und Benommenheit aus. Bei langanhaltender Belastung kann Chlorakne auftreten.

Untersuchung und Sanierung

Belastungen in Innenraumen können durch die Analyse von Raumluftproben nachgewiesen werden. Als Richtwert bzw. Eingreifwert wurden vom ehemaligen Bundesgesundheitsamt eine Konzentration von 20 µg/m3 genannt. Aufgrund der oben genannten Geruchbelastigungen wird zum Teil schon bei wesentlich niedrigeren Konzentrationen saniert.
 

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Dr. Dipl. Ing. Ulrich Weiss, Mobil: 0163-2597864  |  Impressum