Aromatische Kohlenwasserstoffe Unter der Gruppe der aromatischen
Kohlenwasserstoffe (AKW) versteht man die Verbindungen Benzol, Toluol und Xylole (BTX-Aromaten). Vielfach wird auch Ethylbenzol als weitere Verbindung dazugerechnet (BTEX-Aromaten). Benzol ist ein Bestandteil von Benzin und deshalb fast überall in messbaren Konzentrationen vorhanden. Benzolhaltige Produkte werden in Innenräumen aufgrund der krebserregenden Wirkung seit einigen Jahren nicht mehr verwendet. Toluol ist dagegen in einer Vielzahl von Bau und
Einrichtungsmaterialien enthalten und deshalb in nahezu jeder Raumluft nachweisbar. Hohe Konzentrationen treten vor allem nach Renovierungen auf. Toluol, Ethylbenzol und Xylol werden als Lösungskomponenten u.a. Nitro- und Kunstharzlacken sowie Dispersionsklebern für Bodenbeläge zugegeben. Styrol zählt ebenfalls zu den Aromaten. Ältere Laserdrucker und Kopierer können größere Mengen an Styrol emittieren. Undichtigkeiten zu Tankanlagen, Werkstätten und Garagen
können zu erhöhten Belastungen führen. Eine zusätzliche Quelle von Aromaten in Innenräumen stellt Tabakrauch dar. Auch Straßenverkehr, Industrie und Gewerbe sind Quellen von AKW. In Abhängigkeit von der Lage der Räume zu diesen Quellen kann auch ein starker Eintrag von außen erfolgen. Eine bedeutenden Rolle kommt den AKW in der Altlastenbearbeitung z.B. im Bereich ehemaliger Tankstellen und alter Kraftstofftanks zu (s.
Immobiliencheck). AKW weisen eine hohe akute und chronische Toxizität auf und sind zumindest im Fall von Benzol krebserregend. Die Aufnahme kann sowohl über die Atemluft als auch über die Haut erfolgen. Als Symptome sind Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwächegefühl, Koordinationsstörungen, Schädigung des Nervensystems. Xylole wirken fruchtschädigend und verursachen Veränderungen des Blutbildes. |